Berger Eisenerz

Die Eisenerzer Alpen

. christian. berger ( at) twin . at. in unserer Serviceniederlassung in Eisenerz.

Der südliche Teil der Ennstaler Alpen sind die Eisenerzer Alpen. Im Norden sind sie durch die Gräben Radmer und Johnsbach und die Kaiserau vom Gesäusgebirge getrennt. Der östliche Rand verläuft entlang des Erzbachtals und des Vordernbergtals.

Eisenerzeralpen

Der südlichste Teil der Ostalpen sind die Eisenerzeralpen. Sie erreichen im SÃ? den Bereich der MÃ? und im W esten das Liesinger und Paltentaler Tal, wo die bedeutende Alpenquerung Ã?ber den 849 m hohen Schober-Pass fÃ?hrt. Anders als die Kalksteine der Ennstalpen, zählen sie jedoch zur Grauwacken-Zone.

Berühmtester ist jedoch der 2165 m hohe Eiserne Rosenberg (Eisenerzer Reichenstein), der nach der geschichtsträchtigen Bergbaustadt am Erlzberg genannt wird. Das ist vor allem so, dass es nicht mit dem Verwalter des Gesäuses, dem sogenannten Mahner des Reichensteins, zu verwechseln ist. Die gerade Hauptkette der Eisenerzeralpen erstreckt sich über eine Strecke von etwa 60 Kilometern: von der Ortschaft SELZTAL bei LIZEN im Westteil bis zur Passstrasse des Präbichls (1226 m) bei Eisenerz im OST.

Ein beinahe ununterbrochener Panoramastreifen ist der Eisenerzer-Alpen-Höhenweg[1] mit dem Théklasteig und dem Eduard-Girstmayer-Steig - ein Geheimtip für Wanderer, die auf der Suche nach einsamen Wegen, schöner Aussicht und unberührter Landschaft sind. Verschiedene Wanderführer geben für den rund 40 km lange Eisenerzer-Alpen-Höhenweg zwischen den Basen Mödlinger Hütten und Reichensteinhütten eine Gehzeit von 12-14h an.

Der Blick reicht von den meisten Berggipfeln bis zum Oberen Berg und den Dead Mountains im westlichen Teil und dem Grasbergland mit den Fischbacheralpen im östlichen Teil. Der Grauwackenbereich der Eisernen Berge begegnet hier den Kalksteinbergen der Adminstration. Der bedeutendste Berg im Hauptgrat ist von westlich nach östlich: die sogenannte Kletterwand bis 1900 m: fragile Wandformationen mit klar rötlichen Gesteinen, eine Konsequenz von Eisenmineralien im oft erzführenden Fels der Grauwacken-Zone.

Waldfeld (2043 m): Felsiger, zerbrechlicher Hügel - der klassische Skitourenberg - da an manchen Winter-Wochenenden zu viele Skifahrer kommen, mussten für den Trófaiacher Güßgraben strenge Parkregeln auferlegt werden. Mit 2165 m der zweithöchste Gipfel der Eisernen Voralpen; sehr schöner Ausblick; nur 15 min. von der Berghütte entfernt, alle Zugänge sind trittsicher; wegen der zerbrechlichen Mauern weniger gut als Klettergartengehobelt.

Von Süd-Osten können Sie den länglichen Gößgraben in Trofaiach benutzen, um schnell das Zentrum des Hauptkammes der Eisenerzalpen zu erreichen. Das Reiten ist ein Massiv am Südrand der Eisenerzalpen. Die Kaiserschilde (2085 m ü.d.M.) ist ein breit geformter Gipfel im westlichen Teil der Gemeinde Eisenerz und stellt mit dem etwas höher gelegenen Gipfel des Hochkogels (2105 m ü.d.M.) einen doppelten Gipfel dar.

Es wird als das weltweit grösste Sideritlager ( "FeCO3", "Spateisenstein") angesehen, hat aber aufgrund der Vermischung mit anderen Erze nur einen Eisenanteil von 20-40%. Als auf dem Erlenberg mit dem Abbau von Eisenerz begonnen wurde, ist noch nicht geklärt; es gibt keine wissenschaftliche Evidenz für den oft beanspruchten Erzbergbau in römischer Zeit. Es ist bewiesen, dass am Erzgebirge bereits seit dem Mittelalter der Eisenabbau betrieben wird.

Der Bergbau war in der frühneuzeitlichen Zeit die "Waffenkammer" der Habsburger Monarchie und belieferte die kleine Eisenindustrie des gesamten österreichisch-österreichischen Kerngebietes (Eisenwurzen, Obersteiermark). Während dieser Zeit wurden die Gebirge aber auch weitgehend abgeholzt, um Brennstoff für die Schmelze zu gewinnen. Der Eisenbergbau erlebte im 19. Jh. einen großen Boom, und seitdem werden die gewonnenen Erzen über die Rudolfs-bahn zu den Stahlwerken in Leoben und Linz befördert.

Etwas überschattet werden die Eisenerzalpen von ihren großen Nachbarn: den Niederlanden, dem Gesäuseberg und dem Hochschwab.

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