Das Orakel

Orakel

Ein Orakel (lat. Orakel, "göttliches Sprichwort, Ort der Rede", zu orare, "sprechen, beten") beschreibt eine transzendente Offenbarung, die mit Hilfe eines Rituals oder eines Mediums erhalten wird, das dazu dient, Fragen über die Zukunft oder Entscheidungen zu beantworten. Die gehen zu Hellsehern, benutzen Tarotkarten oder verhören Orakel. Schon in der Antike gab es Orakel in großer Zahl. Am bekanntesten war das Orakel von Delphi.

Gibt es ein "Orakel vom Berg"?

Orakelbäume

Ein Orakel (lat. Orakel, "göttliches Sprichwort, Ort der Rede", zu oraren, "sprechen, beten") beschreibt eine transzendentale Enthüllung, die mit einem Ritual oder einem Medium gewonnen wird, das dazu da ist, Fragen über die Zukunft oder über Beschlüsse zu beantworten. Das Orakel kann als Rechtfertigung für die eigenen Entscheide und Taten des Fragestellers herangezogen werden. Anders als das Zweite Gesicht, das als individuelles Vermögen eines Menschen gesehen wird, stellt das Orakel immer eine übergeordnete Autorität in Frage.

Indem man die Antwort auf eine Anfrage erwartet, gleicht das Orakel der Prophezeiung, die meistens, aber nicht immer, uneingeladen ist. In einem weiteren Sinne wird der Platz, an dem das Orakel geschenkt wurde, auch als solcher bezeichne. Orakelstandorte können Zufluchtsorte wie z. B. Tempeln sein. Das bekannteste Beispiel ist das Orakel von Delfin.

Orakel haben als Vorhersagepraxis seit jeher eine große soziale Anerkennung erfahren. Vorchristliche Zeiten, besonders in der Altertumsgeschichte, betrachteten Orakel als die vorherrschende Vorsichtsform. Im Altertum war die Orakelgeschichte stark mit der Politik und den Militäreinsätzen verknüpft. Obwohl das Orakel bereits bei seiner Trauung kontrovers war, legten Anhänger und Gegner damals großen Wert darauf.

Der Orakel als gängige Vorhersagepraxis wurde später durch Voraussagen, utopische Vorstellungen und Vorhersagen ersetzt. Schon im alten Griechenlande gab es Orakel, von denen das Orakel von Delfin am bekanntesten ist. Andere wichtige Orakelstellen waren u. a. die Orte Aphyra, Olimpia, Diodona, Klaros, Dudyma und das Salmiak in der Naturoase Sibirien ( (siehe auch Fisch-Orakel von Apollo in der lyrischen Sure, Fisch-Orakel in Carian Labraunda).

In einem weiteren Sinn gehört auch die Hexe Kumae zu den sogenannten Oracle (siehe auch Astragalorakel). Durch die Lektüre in den Gedärmen der Tiere schufen die Haruspizen Orakel (sog. Leber-Review). In Altisrael gab es die Ureinwohner und die Thummim: Lot- und Orakelsteine des Hohepriesters der Iren. Vor allem Orakel mit im Brand erwärmten Knochen und Schafgarbenstielen waren in der Volksrepublik üblich.

Siehe Orakel von China. Orakel finden sich im Kontext der tibetanischen Kultur sowohl im Bon, der präbuddhistischen Religionsgemeinschaft in Tibet, als auch in einigen buddhistischen Ausbildungsstätten des tibetanischen Buddha. Es gibt auch so genannte Orakel- oder Wahrsager-Karten, die für den gleichen Verwendungszweck benutzt werden. Das Orakel (pl. "Orakel") wird auch in der englischsprachigen Welt gelegentlich für die Heiligen Schriften benutzt (Bibel = "Wahre Sprüche des Herrn") und in der Fachsprache der Kirche Jesu Christi der Letzten Heiligen (Mormonen) werden moderne, lebendige Orakel als "lebendige Propheten" bezeichnet).

Die tibetischen Orakel-Spiel. Universität von Kalifornien Presse, Berlin, ISBN-Nr. 04359-6. 1992 ff., Gr égor Kalyvoda / Christof Daxelmüller: Oracle. Darmstedt: Bd. 10 (2011), Sp. 768-781. 1998, Georg Minois: Zeitgeschichte. Orakel, Weissagungen, Utopien, Vorhersagen.

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