Esoterik Definition

Esoterik

In der Religionswissenschaft wird sie meist typologisch definiert und bezieht sich auf Formen religiöser Tätigkeit, die in gewisser Weise charakterisiert sind. Dies sind oft geheime Lehren, entsprechend der ursprünglichen Bedeutung der Esoterik. Esoterik ist eine Philosophie, die sich mit den inneren und geistigen Prozessen im Menschen beschäftigt und die Seele aller Dinge und natürlichen Bedingungen erforscht. Es ist nicht wirklich esoterisch. Worin besteht der Sinn der Esoterik, was ist ihr Wesen, ihre ursprüngliche Definition?

Esoterik vom Feinsten

Die Esoterik ('innerlich', aus dem Altgriechischen ἐσωτερικός) ist im eigentlichen Sinne eine Philosophie, die nur einem begrenzten'inneren' Kreis von Menschen offen steht, im Unterschied zur Exotertum als allgemeingültiges Wissen. Weitere tradierte Bedeutungen von Wörtern verweisen auf einen innerlichen, geistigen Weg des Wissens, wie z.B. gleichbedeutend mit Mystizismus, oder auf ein "höheres", "absolutes" Wissen.

Es gibt heute keine allgemeingültige Definition von Esoterik, weder in der Wissenschaft noch im Volksmund. Religionswissenschaften beschreiben und klassifizieren unterschiedliche Arten der religiösen Tätigkeit, die sie als Esoterik zusammenfassen. Historische Studien dagegen beschäftigen sich mit gewissen Ströme der westlich geprägten Kulturen, die bestimmte Gemeinsamkeiten besitzen und geschichtlich ineinandergreifen.

Die Esoterik wird im Volksmund oft als "Geheimlehre" verstanden. Darüber hinaus wird das Wort "esoterisch" oft abfällig im Sinn von "unverständlich" oder "gesponnen" benutzt. Der Startschuss für die Entwicklung des modernen Konzepts der Esoterik war die pythagoräische Nutzung des Iamblicho. Die Frage, ob es eine geheime Doktrin der Pythagoräer gab, ist in der Wissenschaft kontrovers, aber die Idee davon war in der Frühmoderne weit verbreitete und hat die Bezeichnung "esoterisch" geprägt.

In der Religionswissenschaft wird sie meist typisch für eine bestimmte Form der religiösen Tätigkeit festgelegt. Das sind oft geheime Lehren, gemäß der originalen Esoterik. In einer weiteren verwandten Überlieferung, vertreten durch die Künstler und Künstler Dr. med. Mircea Elisabeth, Dr. Heinrich Korbin und Dr. Karl G. J. D. J. G. Jung, wird " Esoterik " auf die tiefer liegenden, "inneren Geheimnisse" der Religionen im Gegensatz zu ihren exotischen Aspekten wie soziale Einrichtungen und offizielle Glaubenssätze verwiesen.

Man muss zwischen historischen Ansätzen differenzieren, die vor allem in der westlich geprägten Literatur einige Tendenzen als Esoterik fassen, die einige Gemeinsamkeiten besitzen und geschichtlich ineinandergreifen. Die westliche Esoterik wird in diesem Kontext vor allem in letzter Zeit thematisiert. In manchen Fällen ist der Zeitrahmen noch beschränkt, da von Esoterik nur in der Moderne die Rede ist; andere Verfasser fügen auch ähnliche Phänomene im Hochmittelalter und in der Spätantike ein.

Zu diesen zählen in der Moderne die Neuentdeckung der Hermetisierung in der Moderne, die so genannten okkulten Philosophien mit ihrem weitgehend neuen platonischen Zusammenhang, die Alchimie, der Parakelismus, der Rosenkreuzertum, die Christian Kabbalah, die Christentheosophie, der Buchmalerei und die zahlreichen okkultistischen und anderen Ströme im neunzehnten Jahrhundert. Die oben erwähnte Trennung der beiden grundlegenden religiösen Herangehensweisen ist in dieser Hinsicht unwichtig, da sowohl der Geheimhaltungsaspekt als auch der des " innerlichen Pfades " in historisch-wissenschaftlichen Gesichtspunkten bei Esoterikerscheinungen gegenwärtig oder nicht vorkommt.

Andererseits bieten die neuen Kloster - vor allem die des 529 begründeten Benediktinerordens - Platz für die Kultivierung der kontemplativen Mysterien, die sich nun auch nach Norden ausbreiten. Jahrhunderts erschienenen Texte, deren Verfasser Dionysius Aareopagita, ein zeitgenössischer Schriftsteller des von ihm in der Apg. der Apostel erwähnten Pauls, große Wichtigkeit für die Mittelaltermystik erlangte.

Die Esoterik wird von ihm als eine gewisse Denkweise verstanden: Korrespondenzen: Sinnbildliche oder wirkliche Zusammenhänge bestehen zwischen allen Bereichen der visuellen und allen Bereichen der visuellen und der visuellen Umwelt und vice versa. Man unterscheidet zwei Typen von Korrespondenzen: die Sternbilder in der freien Wildbahn mit dem Menschen oder Teile seiner Seele oder seines Leibes (wie in der Astrologie) und zwischen der freien Wildbahn und den Offenbarungsschriften (wie in der Kabbala).

Lebendiges Wesen: Die gesamte natürliche Umwelt wird als wesentlich lebendiger betrachtet. Für ihn ist das Nichtvorhandensein dieser Eigenschaft der entscheidende Unterscheid zwischen Esoterik und Mystizismus. Transmutationserfahrung: Transformation ist ein Ausdruck, der sich aus der Alchimie ableitet und die Umwandlung eines Naturteils in etwas anderes auf einer neuen qualitativen Stufe ist.

Dieser Grundsatz wird auch in der Esoterik auf den Menschen angewandt und steht dann für die so genannte "zweite Geburt" oder die Verwandlung zum "wahren Menschen" im Zuge eines eigenen geistlichen Heilsweges. Zahlreiche Rezensenten, aber auch einige Esser klagen über einen "Supermarkt der Spiritualität":[81] Unterschiedliche, teilweise gegensätzliche geistige Überlieferungen, die über Jahrzehnte in verschiedenen Weltkulturen auftauchten, wurden zu Waren der Konsumentengesellschaft, wodurch unterschiedliche Strömungen und Modetrends rasch wechselten ("gestern Abend Yogi, heute Reiki, morgen Kabbala") und als Marktprodukt ihres eigentlil.

Zur Bedeutung der Esoterik in der Prähistorie des NS, vgl. die Grundlagenstudie von Nicolas Goodrick-Clarke: Die geheimnisvollen Ursprünge des NS, 1997. Es stimmt, dass "die Nazitheoretiker oder ihre Angehörigen sich solcher[d.h. esoterischer] Motive bedient haben", aber dies geschah "nur begrenzt", "deren Umfang dann später überzeichnet wurde" (Faivre, S. 143 f.).

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