Schamane

Priester

Schamanismus kann bei folgenden Symptomen helfen:. Ein Schamane ist ein ganzheitlich denkender Mensch, der die Realität so akzeptiert, wie sie sich ihm präsentiert, ohne sich ständig zu fragen, warum etwas das ist, was es ist. Der Schamanismus gilt als die älteste Weisheitslehre. Die Schamanen sind Mittler zwischen den Welten. Der Mensch wird in der schamanischen Arbeit als Ganzheit und Einheit von Körper, Geist und Seele gesehen.

schamanisch

In diesem Beitrag geht es um die Persönlichkeit des Zauberers. Der historische Liebesroman unter Der Schamane. Der Begriff Schamane, der aus dem sibirischen Raum entlehnt ist und seit Ende des 17. Jh. im Englischen gebräuchlich ist, wird in zwei unterschiedlichen Lektüren wiedergegeben: Er wird aus dem entsprechenden Zusammenhang abgeleitet: Der Begriff Schamane ist im weiteren Sinn ein Oberbegriff für sehr verschiedene geistliche, kirchliche, religiöse, heilende oder kultische Fachleute, die der geistigen Welt in unterschiedlichen ethnischen Gruppen auf der ganzen Welt als Mittler dienen und denen die entsprechenden magischen Fertigkeiten zugeschrieben werden.

Sie nutzen dies in den meisten Teilen der Welt im Sinn von rituellen und/oder medizinischen Aktionen zum Wohle der Mitmenschen. 2 ][3][4] In diesem Zusammenhang wird der Mediziner (im eigentlichen und engen Sinn der "Begleiter und Ratgeber der nordamerikanischen Inder für den Umgang mit ihren Medikamenten, die Macht des Kontaktes mit spirituellen und Naturwesen ", im weiteren Sinn die Heilerin aus Traditionskulturen [5]) oder die Medizinerin der amerikanischen oder australischen Volksstämme auch Schamane genannt.

Nekromanten" aus dem afrikanischen oder melanesischen Raum (verschiedene Magier, Heilpraktiker, Weissager usw.) - die im Unterschied zu den "Allround-Spezialisten" der anderen Erdteile nur wenige Aufgabenstellungen übernehmen - werden manchmal als Schamane bezeichnet. Der sehr generalisierende und nicht differenzierte Gebrauch dieses Begriffs für die religiös-geistigen Fachleute nicht-sibirischer ethnischer Gruppen (wie es im Rahmen der so genannten Schamanismuskonzepte gebräuchlich ist) wird von einigen WissenschaftlerInnen und einheimischen Menschen kritisch gesehen, weil er eine Gleichstellung sehr verschiedener Kulturphänomene anregt.

Unterschiedliche Nekromanten beiderlei Geschlechtes sind oder waren Teil sehr vieler Volksreligionen, sind aber auch in einigen Volksreligionen der Weltreligionen zu Hause, zum Beispiel in Buddhisten und Islamisten. 6 ] Sie sind auch heute noch eine wichtige Stütze, vor allem in einigen traditionell beheimateten Gemeinden - wenn auch oft stark geschwächt und umgestaltet.

Allerdings ist die Interpretation solcher Fundstücke kontrovers (?→ Prähistorische Schamanismus). 2 ] Die modernen "Neoschamanen" (die in diesem Beitrag nur am Rand erwähnt werden) sind dagegen oft Vollzeit-Spezialisten, die ihre Aktivitäten angeboten haben und von ihnen leben. Schon im 19. Jh. wurde der ursprüngliche tungus-sibirische Ausdruck auf vergleichbare geistliche Fachleute aus anderen Kulturkreisen angewandt.

Zahlreiche Schriftsteller, die über schamanistische Begriffe publiziert haben, haben den Terminus noch erweitert. Dies hat dazu beigetragen, dass kulturelle Differenzen zugunsten einer generalisierenden Repräsentation[8] vernachlässigt wurden, so dass man davon ausgeht, dass es auf der ganzen Welt Shamanen in einem gleichförmigen Sinne gibt. Daß in einigen amerikanischen Volksstämmen alle Menschen auf eine Sehnsuchtsreise gegangen sind und kein eigener Fachmann dafür existiert oder daß gewisse halluzinogenetische Medikamente (sogenannte Entheogene) in Süd-Amerika fast jeden zum Shamanen machen,[2] wurde auch in vielen Begriffen ausgelassen.

Auf den zweiten Blick gibt es unzählige Exemplare so genannter Shamanen, die eigentlich Pfarrer, Heilpraktiker, Zauberer, Magier usw. genannt werden sollten. Manche Ethnologen haben daher angeregt, nur die einheimischen Namen der betreffenden Person zu benutzen, um den Egalitarismus zu stoppen. Die von dem Missionar und Missionarsspezialisten Paul Heckert mit seiner "Typologie der Ordensleute" vorgeschlagene Trennung zwischen Shamanen und Priestern[12] ist eine geeignete Illustration des Problems.

14 ] Die folgende Übersicht zeigt, dass herkömmliche Nekromanten je nach ihrer Kulturzugehörigkeit andere säkulare Aufgaben hatten, da herkömmliche ethnische Gruppen oft keine Abgrenzung zwischen Alltagsleben und Religionszugehörigkeit hatten. "Das Schamanentum ist der komplexe Zusammenschluss von Glauben, Ritualen und Überlieferungen, die sich um den Shamanen und seine Tätigkeiten gruppieren.

"Der Schamane des Kulturkreises Sibiriens (Nenzen, Yakuts, Altaiers, Buryaten, Ewenks, Europäer Sami, Japaner und andere ) waren der Startpunkt der Geschichte des Sibirismus. 31 ] Die daraus abgeleiteten (klassischen) Definitionen des Begriffs Schamane lauten: Es besteht Übereinstimmung, dass dieser "sibirische Typus" auch im nordamerikanischen Arktis-Kulturraum zuhause ist. Damit ist die Persönlichkeit des (ekstatischen) "Angakok" der Eskimos ein Schamane im Sinn aller Begriffe des Schamanentums (obwohl es auch Ritual-Experten gab, die die Extase nicht meisterten, aber trotzdem als " Angeakok " galten).

32 ] Einige deutschsprachige Schriftsteller schließen die Mittel- und Südamerika-Schamanen nicht ein, da sie in ihren Sitzungen halluzinogen ische Medikamente nehmen oder keine Ecstasy-Kenntnisse haben. 6 ][34] Kluge Männer aus Australien[C 1] Die südafrikanischen Sangome oder westafrikanischen Paviane werden nur von wenigen Schriftstellern als Shamanen im Sinn eines Schamanismuskonzepts angesehen. Er postuliert einen "globalen Schamanismus" und sieht darin die ursprüngliche Form jeder geheimnisvollen Überlieferung (Eliad) oder der Religionen im Allgemeinen (Harner; s. dort auch: Kernschamanismus).

Es gibt in vielen Kulturkreisen der Welt solche Menschen, die auf die eine oder andere Art an die schamanischen Sibirer denken, aber trotzdem ganz anders zu beschreiben sind. In dieser Hinsicht kann man von einer "Vielfalt des Schamanismus" reden, unter Beachtung des oben beschriebenen Abgrenzungsproblems. Die gebräuchlichste Anwendung in den meisten Kulturkreisen ist sicher die Therapie von Erkrankungen, bei denen Mediziner und Kräuterärzte - heute auch die modernen Mediziner - nicht mehr wissen, was sie tun sollen.

Als " Frage an die Seelen " bezeichnet der Schamane seine Aktivität, um von ihnen die Krankheitsursache und die Behandlungsart zu ergründen. 44 ] In den Religion der traditionellen naturnahen Volksgruppen ohne geschriebene feste Bücherreligionen und Missionseinflüsse gibt es generell die Idee, dass es eine überirdische Geistwelt gibt, die den Alltag beeinflusst (siehe auch: Animation ismus, Animation, Tierismus, Fetischismus).

Schamanenstatus war hoch in Südostasien und den USA. 47 ] Allerdings hatten sie wenig politische Einflussmöglichkeiten. 46 ] Im mittelaterlichen Hofschamanentum Zentralasiens (z.B. mit Genghis Khan) wurden die Shamanen zu nahen Ratgebern des Chans berufen - die mit angemessener Macht ausgerüstet waren. Diese Beeinflussung hielt bis ins 19. Jh. an.

Die meisten skriptlosen Kulturkreise in Amerika, Asien und Australien waren Hüter von Wissen, Ritualen und Mythos und mussten daher ein besonders gutes Erinnerungsvermögen haben. In einigen Kulturkreisen haben die Menschen ihnen große Fertigkeiten anvertraut: Die arktischen Menschen zum Beispiel meinen, dass der Schamane die Seele seltener Tierarten aus der geistigen Welt holen und sie dann über das ganze Gebiet ausbreiten kann.

Die Südamerikaner glauben an einen zauberhaften Einfluß auf die Jagdbeute: Der Schamane verbannt das Spiel, um es zu erobern. Der so genannte "ekstatische Trance" ist in vielen Kulturkreisen Teil des schamanistischen Repertoires, aber "kein allgemein verbreitetes Phänomen", wie viele schamanistische Begriffe vermuten lassen. Dieser außergewöhnliche Geisteszustand wird vom Schamanen immer als ein echtes Ereignis empfunden, das sich anscheinend außerhalb seines Verstandes abspielt.

In der Sitzung sind die Shamanen vieler Gegenden noch in der Lage, sich mit den Menschen zu verständigen, zu befragen und zu unterrichten. Auf der anderen Seite erreichen Magier, Hexenmeister, Heilpraktiker usw. in afrikanischen Ländern einen Besessenheitszustand, in dem ihr Willen völlig unterdrückt wird. Der Einsatz eines geistlichen Fachmanns ist mit gewissen Vorschriften und Riten in den jeweiligen Kulturkreisen verknüpft.

Zum Beispiel dürfen die Objekte der Sibirier nicht angefasst werden. Für einige südamerikanische Indianer waren die Shamanen jedoch hochverdient. Die Sibirier mussten ganz auf Zahlungen verzichtet werden und waren oft verarmt. Die Zeit und der Platz eines Schamanen-Treffens variieren ebenfalls von Land zu Land, haben aber oft kosmologische Eigenheiten.

In den Zelten oder Zimmern der Schamanen in Sibirien gibt es zum Beispiel einen Stammbaum, der den Weltbaum darstellt. Im südostasiatischen Raum findet die Séance in separaten Votivbereichen der Schamanenwohnung oder in kleinen Tempelanlagen statt. Bei manchen Kulturkreisen werden nachtaktive Sessions vorgezogen, da die Dunkelheit als gespenstische Zeit angesehen wird. Götzenfiguren - z.B. Vorfahren oder Tiergeister, die "Wächterfiguren" afrikanischer Religion - haben manchmal bedeutende Aufgaben.

In schamanischen Sitzungen spielt eine gewisse Anzahl von Artefakten im Rahmen der Weiterreise eine große Bedeutung. Gewöhnlich wurde es aus dem Pelz oder Gefieder eines gewissen Tiers hergestellt, erkennbar an genauen Merkmalen (wie einem weißen Punkt auf der Stirn), der dem Shamanen in seinem Träumen erschien und dessen Entdeckung und Bejagung sich über mehrere Wochen hinzieht.

Es gibt eine große Anzahl von verschiedenen Stützen, die der schamanistischen Übung nützen. Es handelt sich um spezifische ethnische Gruppen: zum Beispiel Leiter, die von Südamerikanern benutzt werden, um in die obere Welt aufzusteigen; Bündel von Blättern und Klappern, die die Stimme der Zusatzgeister in einigen amerikanischen Völkern hörbar machen sollen, oder Feder, Stein, Knochen in kleinen Taschen und Medizintüten.

Auf dem Gebiet des nordeurasianischen Schamanentums wurde der Giftpilz hauptsächlich als Rauschgift eingesetzt. Das Schamanentraining beinhaltete Stationen, in denen sich der Adepten von den anderen Menschen trennte, um die Seelenfahrten zu lernen und die Techniken und die Steuerung der Ereignisse zunehmend zu verbessern. Der Lehrerausbildung ging in einigen Kulturkreisen Sibiriens eine besondere, in der Regel drei Tage dauernde "Schamaneninitiative" der spirituellen Kräfte vor.

Ein älterer Schamane könnte die tatsächliche Schulung und Einweihung begleiten, der dem Schüler die Technik lehrte, sich sicher in der geistigen Welt zu bewegen. 2. Nach drei bis fünf Jahren Training (das für die Grönland-Inuit bis zu zwölf Jahre dauerte) wurde der Schamane geweiht. Im formellen Teichritual musste der kleine Schamane aus Sibirien seine Fertigkeiten vorführen.

Oft wurde der Schamane von den Älteren der Gemeinde offiziell erkannt. Besonders der Schamane als Vertreter der einheimischen Weltanschauung ist seit den Anfängen des Colonialismus und der damit einhergehenden Christentumsverfolgung unterworfen. Moderne indigene Shamanen wirken heute vorwiegend als Heiler im Wettbewerb mit Medizinern und selbsternannten spirituellen Heilern oder als "Pastoren".

Lediglich in sehr wenigen entlegenen Gemeinden, in denen die Menschen die Lebensführung ihrer Vorfahren noch weitestgehend autonom weiterführen, hat der Schamane noch eine existenzielle Funktion für die Gemeinde. Obwohl es in Nordwestrussland seit Jahrzehnten keine Shamanen im herkömmlichen Sinn gibt - außer den Rentierzüchtern -, gibt es in einigen osteuropäischen Staaten immer noch Menschen, deren Arbeit an einen ehemaligen Schamanismus erinnerte.

Jh. wurden Schädlinge in Schweden (im Rahmen der Hexenjagd)[79] und in Schweden verbrannt. Seit dem 18. Jh. sind die sibirischen Rußländer jedoch auch von Zeit zu Zeit von schamanischen Karrieren fasziniert. Als Konsequenz der Kommunistischen Oktobertreue gelten sie in der sowjetischen Union als Scharlatan oder Reaktionär und werden entsprechend angeprangert oder geahndet.

Zugleich untergruben Zwangskollektivierungen, Masseneinwanderung und Industriealisierung sowie ein Internatsystem die Lebensgrundlagen der traditionell eingeborenen Kultur und damit des Schamanentums. Auf die Verfolgungen antworteten die Hezhenschamanen im Nahen und Mittleren Orient, indem sie ihre Aktivitäten auf das Gesundheitswesen konzentrierten. Das Aufkommen der volkstümlichen Religion in Südkorea, einem der antiken ostasiatischen Bundesstaaten, wurde durch den sibirischen Shamanismus beeinflusst.

Shintoismus in Japan beinhaltet immer noch Shamanen (Kamisama: 0toko Miko oder Ooko Kanaki für Männer, 0nna Mako, Kanaki oder Joschuku für Frauen; viele weitere Begriffe). Sie werden angesprochen, um Menschen vom Einfluß der bösen Seelen zu erlösen. Sie sind die Überbringer der urtümlichsten (und vielfältigsten) populären Religionen Indiens: meist synkretistisch anmutende Mischformen von hinduistischem und animistischem Leben, von denen einige schamanische oder schamanenartige Fachleute haben.

Zu unterscheiden sind zwei verschiedene "Schamanen-Kulturen": die animistisch-ethnischen Minoritäten, die ihrerseits ( "verschwommen", da oft beide) in die überwiegend wild ausbeuterischen Völker[B 6] und die sich wandelnden Feldbauern und die Ritualspezialisten der Mehrheitsbevölkerung in den Einzelstaaten aufgeteilt sind. Bei den Chinesen lebt der Derung[B 8] im Grenzraum zu Burma und an der vietnamesischen Landesgrenze der Yao[120] sowie in den drei noch traditionellen Schamaninnen in Saudi-Arabien der Akha[121].

Noch heute sind auf den Phillipinen für die Aeta[B 10] von Luson und die Palawan-Batak[B 11] Shamanen nachweisbar. 134 ] So haben einige indische Völker noch Mediziner zur Betreuung der rituellen Kultur sowie im Kontext einer teils stattgefundenen Re-Indigenisierung - ihre eigentliche Aufgabe in diesen Kulturkreisen ist jedoch Vergangenheit. Nur mit isolierten Bevölkerungsgruppen aus Alaska, Kanada und Grönland (ostgrönländische Eskimos, Inder der Subarktis) sowie Mexiko, die ihre traditionellen Lebensweisen trotz Christentum und "Verwestlichung" wenigstens zum Teil beibehalten konnten, haben die Shamanen noch einige ihrer originären gesellschaftlichen Aufgaben.

Obwohl heute beinahe alle Skimos christlich sind, verschwindet diese kulturelle Verwurzelung nicht in wenigen Jahrzehnten, besonders außerhalb der großen Ortschaften, wo die herkömmliche Lebensart für kleine Bevölkerungsgruppen immer noch von Bedeutung ist. Die traditionellen Shamanen (Angakok, Mehrzahl Angakut) leben dort weiter und agieren als Heilpraktiker, Pastoren, Hüter der Jagdmoral und Anführer zahlreicher Festivals und Feierlichkeiten, wie für die Yupik[D 1] und einige kleine Gemeinden der Nunavuter Inuit[74] dokumentiert ist.

In diesem Fall ist es der traditionsreiche "Träumer" Alexander Sentiantha. Ausserhalb des nördlichen, südwestlichen Kulturkreises und des benachbarten Mexiko finden sich Medizinmänner entweder nur als Zeremonienführer (manchmal mit ritueller Heilung) in herkömmlichen Riten (z.B. im Volkstanz der Prärieindianer oder in den Iroquois Medical Unions);[145] oder sie haben sich in der neoschamanischen Szenerie angesiedelt - die jedoch hauptsächlich von Weißen angesprochen wird.

Sie sind ohnehin bedeutende "Kulturmittler" in einer globalen Zeit. Sie bezweckte mögliche Krisen des Lebens und den Umgang mit ihnen durch Rituale, in denen auch schamanische Priesterbruderschaften (ohne Ekstase) eine große Bedeutung haben. Etwas weiter im Norden wurde von den Shamanen, wenn überhaupt, nur Rauchen als Medikament eingenommen.

Den meisten so genannten SchamanInnen kann der moderne Neuschamanismus zugeschrieben werden, da die Religion der Hochkultur der Azteken und ihrer Nächsten durch ein komplexes Priesteramt ohne SchamanInnen auszeichnet. Vor allem bei den beiden nachfolgenden Volksgruppen gibt es noch Traditionsschamanen, die große Anteile ihrer einheimischen Religion erhalten konnten: Anders ist die Lage in Meßo und vor allem in Südamerika: Die schamanischen Heilpraktiken der Magie und Hexerei sind nach wie vor weitverbreitet. Aber auch hier unter den vielen bereits vertriebenen Völkern üben die Nekromanten nur einen Teil ihrer eigentlichen Tätigkeit aus und ihre Position ist daher mißbraucht.

Das bedeutet, dass die Erde von Menschen mit gutem und bösem Geist, Seele, Hexe, Zauberer usw. durchdrungen ist. 160 ] Sein Einfluß übersteigt bisweilen den des Stammesführers, es sei denn, er spielt sowieso die Hauptrolle - wie zum Beispiel bei den Guarani. Seine Einflussnahme geht bis über den Tode hin.

Mit dem Schuar des Andenhangs in Equador und Perú nimmt der Schamane namens Üwishín eine Sonderstellung ein. In Uwishin gibt es "gute" und "böse" Uwishin, ähnlich den weissen und dunklen Shamanen einiger mittelasiatischer Volksgruppen. Das Schamanenvolk der MAPUCHES, ein südchilenisches Volke, das sich während des Arauco-Krieges sehr lange der Kolonisierung widersetzt hat und über eine vielschichtige Sagenwelt verfügt, waren und sind es auch.

167 ] Bei der Einweihung wurde die Schamane auf der oberen Treppe einer hölzernen Leiter vereidigt, wo sie die Trommeln zerschlug. 152 ] Sowohl die in Süd-Amerika einmalige schamanische Trommeln als auch die Praxis der Spezialisten (einschließlich Seelenführung, Heilen, ekstatisches Fliegen usw.)[168][169] erinnert uns an den schamanischen Glauben in Sibirien. 170 ] Der Glaube südlich der Westsahara dreht sich vor allem um "magische Macht": eine nicht-persönliche Macht aus der Welt der Gottheiten und Seelen, die alles "infizieren" kann: z.B. spezielle Edelsteine oder Orte, kraftgeladene Gewächse oder Tierarten, Magier, Hexenmeister und Ähnliches, aber auch gewisse Zeitperioden, Wörter, Nummern oder gar Gebärden.

Macht kann sich auf den Menschen nachteilig auswirken und der Mensch wiederum bemüht sich, sie durch sein Handeln (Einhaltung von Gesetzen und Bräuchen) in seinem Sinn zu verändern. Die Zauberer und die Hexe dagegen sind Menschen, denen überirdische Fähigkeiten verliehen werden, von denen sie oft nichts wissen. Dagegen haben die Damen (Zauberer: Gama-oab)[180] und besonders die Khoisan-Völker (Medizinmann: z. B. Chor k´ao im Tsoa)[B 12] hochangesehene spirituelle Heiler, deren Praxen und vielseitige Aufgabenstellungen am meisten den "echten" asiatischen Shamanen ähneln.

Was die Integration in die unterschiedlichen Begriffe des Schamanentums betrifft, so trifft für den Ozean das selbe zu wie für Afrika: Entweder weicht die Funktion der geistlichen Fachleute zu sehr von den generalisierten Vorbildern ab oder die Aufgabe wird von sehr unterschiedlichen Experten übernommen, so dass nur sehr wenige Autorinnen und Autoren den Ozean miteinbezogen haben. Obwohl viele traditionelle Glaubenselemente bewahrt wurden, müssen Berichten über die hawaiianischen Kahuna oder die modernen neuseeländischen Shamanen dem Neuschamanismus zugeschrieben werden.

Spiegel Eliade: Shamanismus und Ekstasetechniken. Parkstein-Presse, NY 2000, ISBN 1 - 85995-484-7 Åke Hu etkrantz, Michele Rípinsky-Naxon, Christine Lindberg: Das Buch der ShamanInnen. Sibirien, Deutschland 2002, IBN-Nr. 350-07558-8 von Ullstein: Shamans of Siberia. Baßermann, Muenchen 1992/ 2000, IBN 3 - 8094-5005-7., Dr. med. Dirk Schottmann: Der koreanische Shamanismus im neuen Jahrtausend (= europaeische Hochschulschriften).

Nachdruck von 1975 Reproduktion, Publikationen der Firma Midtal, Neu Dehli 2005, S. 177. ↑ Wolfgang Schievenhövel: Traditionelle Heiler - Medizinische Persönlichkeiten im Vergleich von Kulturen und medizinischen Systemen.

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