Bei der Wahl eines Tarotdecks zählen nicht nur das Titelbild, sondern auch die Bilder auf den Karten, die Symbole, das Begleitbuch und die Handhabung. Ein Tarotdeck hat meist 78 Karten aus zwei Gruppen: den Großen Arkana und den Kleinen Arkana. Die Karten zeigen unterschiedliche Motive.
Das richtige Deck hängt von Ihren Vorlieben ab: Sie sollten die Bilder gern betrachten, die Symbole verstehen und gern mit den Karten arbeiten. Welche Gestaltung sich leichter lesen lässt, ist individuell.
Achten Sie auf die Zahlenkarten
Achten Sie besonders auf die Zahlenkarten der Kleinen Arkana. Manche Decks zeigen auf den Zahlenkarten erzählende Szenen mit Figuren und Handlungen. Das Rider-Waite-Smith-Deck, das 1909 erstmals erschien, machte diese vollständig illustrierten Zahlenkarten bekannt. Andere Decks, etwa in der Tradition des Tarot de Marseille, zeigen häufig vor allem wiederholte Symbole wie Kelche, Schwerter oder Stäbe.
Überlegen Sie, welche Art von Bild Ihnen mehr Anhaltspunkte gibt. Eine Szene kann Ihnen beim Deuten konkrete Einzelheiten liefern. Auf schlichter gestalteten Karten können Sie sich stärker auf die wiederholten Symbole konzentrieren. Die Gestaltung allein zeigt nicht, welches Deck sich leichter lesen lässt. Wenn Sie noch unsicher sind, sehen Sie sich vor dem Kauf mehrere Zahlenkarten an, nicht nur die Trümpfe oder das Titelbild.
Prüfen Sie die Symbolik
Viele Tarotdecks greifen vertraute Motive und Bedeutungen auf, zeigen sie aber mit anderen Farben, Figuren oder einem anderen Bildaufbau. In verbreiteten Deutungstraditionen stehen Schwerter zum Beispiel mit Gedanken oder Luft in Verbindung, Kelche mit Gefühlen oder Wasser. Solche Zuordnungen können beim Lernen helfen, sind aber kein einheitlicher Schlüssel für jedes Deck.
Wenn ein Deck eigene Symbole nutzt oder bekannte Motive deutlich verändert, prüfen Sie, ob das Begleitbuch diese Gestaltung erklärt. Prüfen Sie, ob Sie nachvollziehen können, wie das Begleitbuch die Bilder mit seinen Deutungen verbindet. Berücksichtigen Sie auch, ob das Handbuch in einer Sprache geschrieben ist, in der Sie gern lernen, und ob es sich auf genau dieses Deck bezieht.
Testen Sie die Lesbarkeit
Schauen Sie sich nach Möglichkeit Karten aus beiden Arkana-Gruppen an. Prüfen Sie, ob Sie Zahlen und Kartennamen gut erkennen. Achten Sie auch darauf, ob wichtige Bilddetails klar zu erkennen sind. Kleine Schrift kann beim regelmäßigen Gebrauch stören. Das gilt auch für starke Muster oder geringe Farbkontraste, selbst wenn das Deck auf Produktbildern ansprechend wirkt.
Die übliche Struktur umfasst 78 Karten: 22 Große und 56 Kleine Arkana. Historische Varianten weichen davon ab, daher lohnt sich ein Blick auf die Angaben des jeweiligen Decks. Auch Format und Oberfläche zählen: Überlegen Sie, ob die Karten gut in der Hand liegen und sich angenehm mischen lassen. Eine allgemein optimale Kartengröße gibt es nicht.
Nehmen Sie Ihre Vorlieben ernst
Farben, Figuren, Themen und Atmosphäre beeinflussen, ob Sie gern mit einem Deck arbeiten. Fragen Sie sich, ob Sie diese Bilder regelmäßig ansehen möchten und ob Sie auch mit mehrdeutigen oder unangenehmen Darstellungen arbeiten können. Wenn Sie sich von einem Deck besonders angesprochen fühlen, ist das ein guter Grund, es zu wählen. Das belegt aber nicht, dass damit objektiv bessere Deutungen möglich sind.
Wenn Sie zwischen mehreren Decks schwanken, vergleichen Sie Bildsprache und Begleitbuch direkt. Ein vertrautes Symbolsystem kann den Einstieg erleichtern, während eine neue oder ungewöhnliche Bildwelt besser zu Ihrem Geschmack passen kann. Wählen Sie das Deck, dessen Bilder Sie verstehen und mit denen Sie sich gern beschäftigen.