Suchthilfe

Suchthilfe: Eine Vielzahl unterschiedlicher Angebote

Eine professionelle Suchthilfe kann Betroffenen helfen, ihre Sucht zu überwinden. In Deutschland hat sich ein engmaschiges und vielfältiges Netz an Hilfsangeboten etabliert. Zahlreiche Träger engagieren sich in diesem Bereich, zum Beispiel Sozialverbände wie die Arbeiterwohlfahrt und kirchliche Organisationen wie die Caritas. Auch Kommunen offerieren ihre Unterstützung, unter anderem mit eigenen Sozialarbeitern. Diese Angebote decken die gesamte Bandbreite vorhandener Süchte ab: Alkoholismus, Drogensucht und Spielsucht sind die bekanntesten Beispiele.

Beratungsstellen und mobile Sozialarbeit

Lebensberatung

Wollen Süchtige aus eigenem Antrieb heraus ihre Sucht bekämpfen, sind Beratungsstellen die erste Anlaufstation. Dort schildern sie ihr Problem und erhalten wichtige Informationen. Die Mitarbeiter zeigen Lösungswege auf und vermitteln an unterschiedliche Einrichtungen. Sie händigen zudem Informationsmaterialien aus und verweisen auf entsprechende Homepages. Diese Stellen beschränken sich in der Regel auf eine Erstberatung, die Orientierung geben soll. Die eigentliche Arbeit mit den Suchtkranken übernehmen dann feste Institutionen und mobile Sozialarbeiter. Je nach Fall kommt auch eine Psychotherapie infrage, welche häufig von den Krankenkassen bezahlt wird.

Suchthilfe
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Die Vielfalt an nachhaltigen Hilfsangeboten in der Suchthilfe ist groß.

Speziell mobile Sozialarbeiter verfolgen einen weiteren Ansatz: Sie gehen von sich aus auf Suchtkranke zu. Das trifft insbesondere auf Alkohol- und Drogenkranke zu, die auf der Straße leben. Die Schwierigkeit dieser Aufgabe besteht darin, dass bei den Betroffenen oftmals der innere Antrieb fehlt. Deswegen zeichnet sich diese Art der Suchthilfe durch eine breitere Herangehensweise aus. Sozialarbeiter kümmern sich nicht nur um die Sucht, sondern auch um erkrankte Obdachlose und um eine Übernachtungsgelegenheit.

Von tagesstrukturierenden Maßnahmen bis zur Entziehungskur

Die Vielfalt an nachhaltigen Hilfsangeboten ist groß: Welche sich eignet, hängt unter anderem von der Art und der Schwere der Sucht sowie von den Lebensumständen und den individuellen Ansprüchen des Suchtkranken ab. Wer sein Leben kaum mehr im Griff hat, kann zum Beispiel an tagesstrukturierenden Maßnahmen wie in kreativen Gruppen und Werkstätten teilnehmen. Für jemandem mit einem Job kommt das nicht infrage, in diesem Fall eignen sich unter anderem Gesprächskreise am Abend oder eine Verhaltenstherapie am Wochenende. Auch stationäre Angebote wie Aufenthalte in Suchtkliniken gibt es: Diese können ausschließlich psychotherapeutisch sein, bei körperlicher Abhängigkeit organisieren die Betreiber zusätzlich eine medizinische Begleitung.

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